FDP lehnt Sontowski-Plan ab

Kleve. „Die uns vorgelegte Planung des Investors Sontowski für den Minoritenplatz überzeugt uns nicht. Kleve würde ein Einkaufszentrum in dieser Form nicht gut tun.“, so Kleves FDP-Vorsitzender Daniel Rütter.

„Uns erstaunt zudem, dass man nach dem aufwendigen Workshop-Verfahren mit anschließender Bürgerbefragung, einen solchen Plan überhaupt zur Umsetzung vorschlägt. Die jetzige Planung weicht doch erheblich von der seinerzeit in der Bürgerbefragung favorisierten Variante C ab.“, bemerkt FDP-Ratsherr und Bauausschussmitglied Barend van Ackeren.

„Angesichts der Mühen und Kosten für das Unterstadtverfahren verbunden mit dem Votum der Bürgerbefragung sollten zumindest die wesentlichen Grundzüge eingehalten werden.  Insbesondere die gewünschte Kleinteiligkeit der Bebauung sollte unbedingt gewahrt werden. Schwer kommunizierbar ist schon die Tatsache, dass es nicht zu der vom Bürger gewünschten Sanierung des Rathauses für 6,1 Millionen Euro kommen und stattdessen ein rund doppelt so teurer Neubau anvisiert wird. Die Errichtung eines Einkaufszentrums wie von Sontowski auf dem Minoritenplatz geplant, würde das Unterstadtverfahren endgültig zu einer einzigartigen Farce machen.“, macht Rütter die Meinung der FDP deutlich. „Der Klever FDP ist seinerzeit aufgrund der kritischen Haltung zum Unterstadtverfahren vorgeworfen worden, wir würden den Bürgerwillen hintertreiben. Tatsächlich  müsste man diesen Vorwurf gelten lassen, wenn wir den jetzigen Planungen unsere Zustimmung geben würden.“, stellt Rütter fest.      

„Konkret befürchten wir negative Auswirkungen für den Klever Einzelhandel. Eine wechselseitige Belebung der Klever Innenstadt sehen wir durch das jetzt konzipierte Einkaufszentrum auf dem Minoritenplatz nicht gegeben. Im Gegenteil befürchten wir, dass durch das ausschließlich auf das neue Einkaufszentrum gerichtete Zielpublikum Parkmöglichkeiten für die Kundschaft des bestehenden Klever Einzelhandels verloren gehen. Zudem werden die entstehenden Großflächen nur eine Ansiedlung überörtlicher Einzelhandels-Ketten generieren, die im Einzelfall bereits jetzt schon in Kleve vertreten sind. Die Rarhaltung derartiger Großflächen halten wir nicht für ein Manko, sondern für ein Pfund unserer Einzelhandelsstruktur in Kleve.“, meint Rütter. 

Darüber wie es nach der Ablehnung des Sontowski-Planes weitergehen soll, haben die Liberalen bereits konkrete Vorstellungen. „Wir wollen, wenn überhaupt, eine kleinteilige und nicht wie bei der vorliegenden Planung eine Bebauung, die nur versucht eine Kleinteiligkeit zu suggerieren. Daher hatten wir vorgeschlagen das Los 2 (Minoritenplatz) genau wie das Los 3 (VoBa) aufzuteilen. Durch kleinere separate Flächen wäre eine vielfältigere Bebauung möglich die es auch anderen Bauherren, abseits der Großinvestoren, erlauben würde attraktive Angebote abzugeben.“, legt Barend van Ackeren dar. 

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